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Aus drei mach eins: Dialogvereine in Baden-Württemberg bündeln ihre Kräfte

Gemeinsam noch effektiver arbeiten: Unter diesem Motto haben sich drei Dialogvereine im Südwesten zur „Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg“ zusammengeschlossen.

Das neue Gesicht des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Baden-Württemberg heißt „Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg e.V. “. Ein Bund aus vormals drei eigenständigen Vereinen aus Stuttgart (Begegnungen e.V.), Ulm (Süddialog e.V.) und Mannheim (der Akademische Dialogkreis e.V.) hat es sich zur Aufgabe gemacht, landesweit die interkulturelle Verständigung voranzubringen und sich für deren Intensivierung einzusetzen. Aufgrund der homogenen Ziele wie der Förderung des Friedens, der Verständigung, der Begegnung und des Dialogs haben die drei Vereine dazu entschlossen, von nun an unter einem gemeinsamen Dach zu agieren. Jeder Verein lebte vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder und Förderer, die soziale Verantwortung übernehmen und sich gesellschaftlich engagieren – und dies soll auch künftig so bleiben.

Gesellschaft: „Interreligiöses Forum Speyer“ für mehr Respekt, Toleranz und Verständnis gegründet

Brücke zwischen Religionen und Kulturen 

 Unterzeichner der Gründungsurkunde: Uwe Weinerth, Fatih Kaya, Daniel Nemirovsky, Selahattin Yildirim und Hubert Ehrmantraut (von links).

Speyer. Die Gründung des "Interreligiösen Forums Speyer" am Sonntag bildete den Höhepunkt der Interkulturellen Woche in Speyer. Ziel des Dialogkreises sei es, "unter den religiösen Gruppen das gegenseitige Verständnis, den Respekt, die Toleranz und Akzeptanz zu fördern", sagte Pfarrer Uwe Weinerth von der Gedächtniskirchengemeinde. Des Weiteren werde man sich gemeinsam für die Menschenrechte, für Religionsfreiheit, für Dialog und Gewaltlosigkeit einsetzen "und durch interreligiöse Zusammenarbeit zwischen den Religionen und Kulturen Brücken bauen", so Weinerth.

Muslimischer Dialogkreis lädt Mitglieder evangelischer und katholischer Gemeinden zum Essen ein

 

Das Büfett ist eröffnet: Christen und Muslime nehmen von den Speisen. Foto: Landry

Das Büfett ist eröffnet: Christen und Muslime nehmen von den Speisen. Foto: Landry

Speyer. „Ich habe die Suppe für Mama abgeschmeckt“, erklärt ein muslimisches Mädchen seiner evangelischen Freundin auf dem Oberdeck der MS Sealife im Speyerer Hafen. Mit den beiden sind weitere 75 Passagiere auf dem Schiff, auf das der muslimische Akademische Dialogkreis aus der Rhein-Neckar-Region Mitglieder der Speyerer Gedächtniskirchengemeinde und dreier katholischer Pfarrgemeinden in der Stadt zum gemeinsamen Fastenbrechen eingeladen hat.