Lesungen

Bedrohung oder Bereicherung? – Die Gülen-Bewegung in Deutschland


Seit dem niedergeschlagenen Putsch im Sommer 2016 gegen den türkischen Präsidenten Erdogan ist Hizmet, die sogenannte Gülen-Bewegung, Staatsfeind Nr. 1. Ihre Mitglieder werden verfolgt, mit Ausreiseverboten belegt, entlassen, enteignet oder ins Gefängnis gesteckt. Ercan Karakoyun beschreibt in seinem neuen Buch Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will als Erster nach dem Putschversuch, was die auch in Deutschland aktive Gülen-Bewegung wirklich will: einen menschlichen Islam, Demokratie und Bildung. Dazu stellt er ihre Entstehung und die Gründung der bundesweiten Dialogvereine sowie der Stiftung dar und erzählt, warum er sich entschlossen hat, sein „Leben dem Bau interkultureller und interreligiöser Brücken“ zu widmen. Nicht zuletzt berichtet Karakoyun – selbst Beispiel einer gelungenen Integration hierzulande – davon, wie Hizmet-Mitglieder seit dem Putsch in Deutschland und überall in Europa von Erdogan-treuen Türken angefeindet, aus Moscheen geworfen oder sogar mit dem Tod bedroht werden.
Ercan Karakoyun, geboren 1980 in Schwerte (NRW), gilt als Sprecher der Gülen-Bewegung in Deutschland. Er studierte Raumplanung als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2008 übernahm er als Mitbegründer die Vorsitzende Geschäftsführung des Forum für Interkulturellen Dialog e.V. und ist seit der Gründung 2014 Vorsitzender der Stiftung Bildung und Dialog.


Am 20.03.2017 fand im Ökumenischen Bildungszentrum Sanctclara die Buchvorlesung zum Buch "Die Gülen Bewegung - was sie ist, was sie will" statt.


Es waren prominente Referenten eingeladen, u. a.: 

Ercan Karakoyun, Vorsitzender Stiftung Dialog und Bildung 

Claus Preißler, Mannheimer Beauftragter für Integration Migration

Andreas Weisbrod, evangelischer Schuldekan

 

Ausschnitte aus dem Abend:

 

Bedrohung oder Bereicherung? – Die Gülen-Bewegung in Deutschland


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem niedergeschlagenen Putsch im Sommer 2016 gegen den türkischen Präsidenten Erdogan ist Hizmet, die sogenannte Gülen-Bewegung, Staatsfeind Nr. 1. Ihre Mitglieder werden verfolgt, mit Ausreiseverboten belegt, entlassen, enteignet oder ins Gefängnis gesteckt. Ercan Karakoyun beschreibt in seinem neuen Buch Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will als Erster nach dem Putschversuch, was die auch in Deutschland aktive Gülen-Bewegung wirklich will: einen menschlichen Islam, Demokratie und Bildung. Dazu stellt er ihre Entstehung und die Gründung der bundesweiten Dialogvereine sowie der Stiftung dar und erzählt, warum er sich entschlossen hat, sein „Leben dem Bau interkultureller und interreligiöser Brücken“ zu widmen. Nicht zuletzt berichtet Karakoyun – selbst Beispiel einer gelungenen Integration hierzulande – davon, wie Hizmet-Mitglieder seit dem Putsch in Deutschland und überall in Europa von Erdogan-treuen Türken angefeindet, aus Moscheen geworfen oder sogar mit dem Tod bedroht werden.
Ercan Karakoyun, geboren 1980 in Schwerte (NRW), gilt als Sprecher der Gülen-Bewegung in Deutschland. Er studierte Raumplanung als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2008 übernahm er als Mitbegründer die Vorsitzende Geschäftsführung des Forum für Interkulturellen Dialog e.V. und ist seit der Gründung 2014 Vorsitzender der Stiftung Bildung und Dialog.

Wir laden Sie herzlich zur Buchvorstellung mit Lesung ein.


Mannheim

Referenten: 

Ercan Karakoyun, Vorsitzender Stiftung Dialog und Bildung 

Claus Preißler, Mannheimer Beauftragter für Integration Migration

Andreas Weisbrod, evangelischer Schuldekan

Eintritt: 5€

 

Datum: 20.03.2017 um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort und -partner:  Ökumenisches Bildungszentrum Sanctclara B5, 19 - 68159 Mannheim

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Anmeldung via : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder via
Web:

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Wir freuen uns auf Ihre verbindliche Zusage bis zum 17.03.2017 und verbleiben bis dahin mit freundlichen Grüßen.

Ihre Gesellschaft für Dialog e.V.

 

 

Am 04.06.2013 stellte Jochen Thies, Journalist, sein Buch "Wir sind Teil der Gesellschaft" in der Synagoge in Mannheim vor. 

Worum handelt es sich in dem Buch "Wir sind Teil dieser Gesellschaft: Einblicke in die Bildungsinitiativen der Gülen-Bewegung" ?

Diese Bildungsreise durch die Bundesrepublik führt in Städte, in denen sich Deutsch-Türken der zweiten und dritten Generation weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit seit 20 Jahren in Schule und Bildung engagieren. Eine besondere Rolle spielt dabei die Gülen-Bewegung. Mäzene, Schulgründer, Lehrer und Eltern kommen zu Wort. Dabei geht es u.a. um den Schulalltag, die Situation der Kinder, die Lehrinhalte und die Erfahrungen mit der Mehrheitsgesellschaft. „Auch ich hatte mit dem Kopftuch zunächst gewisse Schwierigkeiten. Aber bei den Recherchen für dieses Buch passierte etwas: Ich bemerkte nach kurzer Zeit, dass ich begann, das Kopftuch weniger wichtig zu nehmen. Statt mich auf die die Umrandung zu fixieren, sah ich plötzlich das Gesicht.“ Jochen Thies

Am 23.03.2012 hat im Königs Cáfe in Ludwigshafen ein Brunch mit der Autorin des Buchs "Die Gülen-Bewegung: eine empirische Studie" Helen Rose Ebaugh, Professorin für Religionssoziologie und Erforschung der Weltreligionen an der University of Houston, stattgefunden. Im Anschluss gab es eine Autogramm-Stunde in der Buchhandlung Thalia in Mannheim.

Worum geht es in ihrem Buch "Die Gülen-Bewegung: eine empirische Studie"? 

Anhand von Interviews und Besuchen vor Ort beschreibt Helen Rose Ebaugh in ihrer empirisch angelegten Studie die Gülen-Bewegung aus soziologischer Perspektive. Diese, so ihr Ergebnis, ist eine zivilgesellschaftliche Bewegung, die im gemäßigten Islam verwurzelt ist. Sie hat sich weltweit ausgebreitet, da in vielen Gesellschaften Integration durch Bildung und die Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs von großer Bedeutung sind.